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Am
17.11.1999 stattete die damaliege Ministerin
für Schule, Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung, Gabriele
Behler, unserer Stadt einen Besuch ab. Auf Einladung der hiesigen SPD
trat sie in der Generatorenhalle vor etwa 150 Bürgern auf und äußerte
sich in einem mehr als einstündigen Referat zu Perspektiven des
Bildungssystems. Außerdem nahm sie zu aktuellen Fragen der überwiegend
aus dem Schulbereich stammenden Zuhörer Stellung.
Hervorzuhebende Passagen der Rede bzw.
Antworten auf Fragen des Publikums, die mittel- oder langfristig auch
unsere Schule betreffen können, enthielten u.a. folgende Kernaussagen:
- Die Autonomie der Schulen soll so weit
gesteigert werden, dass der Schulleiter bis hin zur Anstellung bzw.
Entlassung von Lehrern selbstverantwortlich entscheiden kann. Dazu
müssen erhebliche Veränderungen im Dienst- und Beamtenrecht
erfolgen. Auch das Recht zur Mitsprache von Personalvertretern müßte
den veränderten Bedingungen angepasst werden.
- Der Einfluss des Ministeriums und der
Bezirksregierung auf Schulen wird künftig nur noch darin bestehen,
Rahmenbedingungen für den Ablauf des Schulbetriebs und die Abschlussprüfungen
zu setzen und deren Erfüllung zu kontrollieren. Über den
jeweili-gen Weg, wie die Vorgaben erreicht werden, entscheidet die
Schule selbst. Die Mitspra-che aller beteiligten Gruppen (Eltern,
Schüler, Lehrer) wird dabei als unverzichtbares Element vorausgesetzt.
Maßnahmen der Qualitätssicherung dienen schon heute als
Bei-trag auf dem Wege zum Vergleich der Bildungsabschlüsse.
- Damit der erhebliche Finanz- und Zeitaufwand
bei Anschaffung und Betrieb vernetzter Computeranlagen nicht die einzelne
Schule finanziell bzw. personell zu sehr belastet, muss der Schulträger
– in der Regel die Stadt oder der Kreis – für geeignete Lösungen
sorgen. Ein eigens bei der Stadt angestellter „Administrator“ könnte
z.B. für die War-tung der Computeranlagen aller Schulen angestellt
werden.
Einen besonderen Schwerpunkt ihres Vortrags
bildete das Lernen mit neuen Medien. Zu diesem Thema lieferten insgesamt
fünf Schulen des Kreises Viersen konkretes Anschauungsmaterial
in Form ihrer Schulhomepage, darunter auch das Erasmus – von - Rotterdam-Gymnasium.
Frau Behler nahm die Gelegenheit zur Information wahr und studierte
u.a. das Angebot unserer Schule mit deutlichem Interesse.
Am Schluss der Veranstaltung nahm Herr
Körber in Vertretung für die Schulleitung einen Scheck über
DM 100,- entgegen. Er stammte von der SPD-Ortsgruppe und galt als kleiner
Beitrag für Anschaffungen von Lehr- und Lernmitteln.
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| Die Ministerien surft, (v.l.)
SPD-Bundestagsabgeordneter Walter Schöler, die SPD-Landtagskandidaten
Detlef Nicola und Renate Dyk, Hartmut Körber (Erasmus - von - Rotterdam
- Gymnasium) schauen zu.
Foto: Franz-Heinrich
Busch, Rheinische Post vom 19.11.1999
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