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Freiarbeit
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Derzeit gibt es zwei Klassen , die jeweils zwei Freiarbeitsstunden pro Woche haben, eine fünfte und eine sechste Klasse. In der fünften Klasse ist die Freiarbeit an die Fächer Mathematik und Englisch gebunden, in der sechsten Klasse an die Fächer Mathematik, Deutsch und Politik.
Unsere Erfahrungen sind ermutigend: Viele
Schüler arbeiten erfreulich selbstständig, intensiv und konzentriert.
Natürlich gibt es manchmal Reibungspunkte und noch sind wir dabei,
die Materialmenge zu vergrößern, Materialien, die Regeln oder
die Organisation im Einzelnen zu verbessern. Aber das Entscheidende ist:
Trotz der vielen Arbeit, die für Lehrerinnen und Schülerinnen
mit der Freiarbeit verbunden ist, schätzen beide diese Organisationsform
des Lernens sehr, sie macht eben gleichzeitig Arbeit und Vergnügen.
Warum Freiarbeit?
Viele Kinder wachsen mit immer stärker werdender Konsumentenhaltung auf (durch allgegenwärtige Medien, schnelle Erlebnisse und Erfahrungen), viele neigen zu Konzentrationsstörungen. Unsere Schule darf diese Haltung nicht verstärken, sondern muss dagegenhalten: Kreativität, Eigentätigigkeit, Verantwortung für das eigene Tun, selbstständiges Arbeiten, Konzentration, Beharrlichkeit und Stetigkeit müssen gelernt werden.
Die Kinder kommen mit unterschiedlichen inhaltlichen Voraussetzungen und mit unterschiedlichem Lern- und Arbeitstempo an unsere Schule. Unsere Schule muss diese Unterschiede und den individuellen Entwicklungsstand der Kinder gerade in der Erprobungsstufe berücksichtigen.
Einige Kinder neigen zu Störverhalten und aggressivem Verhalten. Unsere Schule kann dieser Tendenz auch dadurch begegnen, dass „ruhige" Phasen eingeplant werden, dass häufige Kleingruppen- oder Partnerarbeit ermöglicht wird, dass Erfolgserlebnisse auf allen Leistungsebenen vermittelt werden und dass Kinder in ihrer Arbeit persönlich betreut werden. Dies kommt auch den Kindern zugute, denen es schwer fällt, Unterrichtsgespräche aktiv mitzugestalten.
In vielen Grundschulen gibt es bereits Freiarbeit oder ähnliche Arbeitsformen. Unsere Schule setzt mit der Freiarbeit also die Arbeit der Grundschulen fort.
Die Anforderungen der Arbeitswelt an ihre
zukünftigen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ändern sich ständig.
Unsere Schule sollte Kinder darauf vorbereiten: Sie müssen das Lernen
lernen.
Freiarbeit bietet die Chance, den oben
angeführten Tendenzen zu begegnen, sie fordert und fördert erwünschte
Fähigkeiten und Haltungen.
Wie ist Freiarbeit an unserer Schule organisiert?
Zwei Fachlehrer, die in der Freiarbeitsklasse unterrichten, stellen jeweils eine ihrer Fachunterrichtsstunden für die Freiarbeit zur Verfügung, sie beobachten, beraten und betreuen die Kinder in diesen Stunden. Die beiden Fachlehrer wählen geeignetes fachbezogenes Material aus oder erstellen Materialien für die Freiarbeit in der Klasse.
Dieses Material liegt in Form von Arbeitsblättern, Projektaufgaben, Puzzles, Dominos, Spielen, Pensen, Texten, Bildern, Karteien, Dialogen usw. vor, es dient der
Viele Materialien - wie etwa der bekannte
LÜK-Kasten oder Puzzles - haben eine Selbstkontrollmöglichkeit,
alle anderen fertig bearbeiteten Materialien werden abgegeben und vom Lehrer
gesichtet und kommentiert zurückgegeben.
Welche Regeln gelten für die Freiarbeit?
Typische Freiarbeitsregeln sind: